Sami-niggi-näggi

“Sami-niggi-näggi, hinterem Ofä steggi, gisch mer Nuss und Bire, denn chumi wieder vüre!” So tönte es heute mit viel Gelächter im Auto, auf dem Weg zur Samichlaus-Feier beim Schweizer Botschafter. Naja, der Text passt ja nicht gerade hierher nach Madagaskar, wo man weder winterliche Temperaturen, noch Nüsse und Birnen hat (übrigens auch keine Mandarinlis, dafür Litschis und Mangos). Zudem muss man ja hier vor dem schweizer Samichlaus keine Angst haben, da er immer ganz lieb und grosszügig mit den Kindern ist, ohne jeglichen Anspruch, die Kinder zu erziehen und positive oder negative Eigenheiten jedes Kindes ans Licht zu bringen… Aber zurück zu unserem Sprüchli: Da Joash für den Samichlaus eine Zeichnung gemacht hat und Benaja einen Grittibenz als Geschenk dabei hatte, musste nur noch Nashya etwas haben, um dem Samichlaus eine Freude zu machen – damit er ihr dann sicher auch gerne ihr Säckli überreichen würde. Zur Erheiterung aller im Auto, lernte sie also mit Olivia, unserem madagassischen Babysitter, dieses alte, zugegebenerweise etwas freche schweizer Samichlaus-Sprüchli auswendig. Nach 20-minütiger Autofahrt.hatte es Olivia also fast akzentfrei drauf (sie kann ja schon sonst ein paar kinderrelevante schweizerdeutsche Sätzli sagen, da sie bei 2 CH-Missionarsfamilien arbeitet). Danach hiess es warten auf den Samichlaus… Wie er wohl kommen wird? Er kam schon per Jetski, Ochsenkarren, Pousse-Pousse, mit Eseln – jedes Jahr anders! Das Warten überbrückten die Kinder mit Spielen (Seilziehen, Schminken, Kickboxing, …) und die Erwachsenen mit Plaudern, dazu schweizer Häppchen geniessend, welche von einem CH-Koch, in Madagaskar wohnhaft, produziert wurden: Käse, Bündnerfleisch, Käsefladen, Mini-Bratwürste und -Schübligs (naja, kommt nicht an die St.Galler-Originale ran). Es gab auch noch ein paar madagassische Präsentationen (Tänze). Endlich war es nach 1.5h soweit: Per Whats-App meldete sich “St.Nicolas”, er sei leicht verspätet wegen Stau – aber 5 Minuten später kam schon das nächste Whats-App: Wir sollen mal zum See-Ufer schauen kommen. Also rannte alles zum Ufer, et voilà, da kam der rotbekleidete, weissbärtige Samichlaus bescheiden in einem Ruderboot daher, mit einem Sack voller Geschenke! Er wurde von allen gebührend begrüsst, auch vom CH-Botschafter Philipp Brandt und seinem madagassischen Ehrengast, Ex-Premierminister Roger Kolo (viele Jahre in Genf wohnhaft). Danach bekam dann jedes Kind sein Säckli und Küssli vom Samichlaus (sogar unsere Olivia) – und alle waren glücklich!

 

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