12.5 Jahre sind es her…

… seit wir im Januar 2005 die Schweiz verlassen haben (u.a. mit einem Stück CH-Käse im Gepäck 🙂 ) und mit grosser Freude in unserem Herzen für MAF in den Tschad gereist sind. Dies war viel mehr als “Lust nach einem kleinen Abenteuer”. Es war auch keine Flucht vor schwierigen Job-Verhältnissen. Wir waren inmitten unserer beruflichen Blütezeit: Patrick konnte bestens von seinen Auftritten leben und Olivia liebte es, in der Kantonsschule Bülach Biologie & Chemie zu unterrichten; sie wäre sogar gerade zur “Lehrbeauftragten mit besonderen Aufgaben” befördert worden – wenn wir nicht die Zelte abgebrochen hätten, um im Tschad einen Neuanfang zu wagen. Ein Land voll Unbekanntem… dennoch fühlten wir uns sicher, dass es Gottes Führung war – wir fühlten beide SEINEN Frieden und eine unbeschreibliche Freude in unseren Herzen, trotz all der verlockenden Karriereaussichten in der Schweiz:

Denn ihr sollt mit Freuden ausziehen und in Frieden geleitet werden; Berge und Hügel sollen vor euch in Jubel ausbrechen und alle Bäume des Feldes in die Hände klatschen. Anstatt der Dornen werden Zypressen wachsen und anstatt der Hecken Myrten; und das wird dem HERRN zum Ruhm gereichen, zu einem ewigen Denkzeichen, das nicht ausgerottet wird.
(Jesaja 55.12-13)

Dies war unser Trauvers, der uns im Frühling 2003 von einer prophetisch begabten Freundin geschenkt wurde – ohne dass sie etwa wusste, dass wir uns zur Zeit unserer Hochzeit mit der Entscheidung befassten, für MAF nach Afrika zu gehen, das heisst “auszuziehen”. Viel deutlicher konnte Gott nun wirklich nicht zu uns sprechen – dachten wir!!! Aber es kam noch ganz anders (und da zeigt sich, dass Gott auch Humor hat): Wir waren schon lange von den Flitterwochen zurück, welche wir auf der wunderschönen Insel Mafia (nähe Sansibar, Tansania) verbrachten. Wenn wir dies Freunden erzählten, machten natürlich alle Witze über unser Reiseziel wegen der korrupten Mafia in Italien. Auch wir schmunzelten darüber, bis es uns so richtig “einfuhr”: Eines Tages meinte nämlich ein Freund aus unserem Hauskreis ganz  trocken: “Also dies konnte euch Gott ja nun wirklich nicht deutlicher sagen: denn ER hat euch mit Mafia doch ganz einfach klar und deutlich sagen wollen: MAF: Ja!” Dies war, als wir gerade wieder im Hauskreis darüber beteten, dass Gott uns doch bitte deutlich zeigen soll, ob er uns für MAF im Einsatz haben wollte…

Wir sind äusserst dankbar, dass wir Gottes Ruf vor 14 Jahren gefolgt sind und die verschiedenen Hinweise ernst genommen haben. In den folgenden Monaten bestätigte sich auch, dass wir uns richtig entschieden haben, alles in der Schweiz loszulassen. Im Oktober 2003 hatten wir unsere Bewerbung bei MAF Schweiz eingereicht, und innerhalb unglaublich schnellen 15 Monaten waren wir schon im Tschad: alles lief wie am Schnürchen! Als wir dann 4 Jahre später den Tschad verliessen, um die offene Stelle für einen erfahrenen Piloten in Madagaskar anzunehmen, bestätigte sich dieser Wechsel ebenfalls: In nur 10 Wochen lernten wir die madagassische Sprache genügend gut, um diese fortan täglich zu benutzen – was uns wiederum die Türe für die Mitarbeit in einer lokalen Kirche öffnete (mit Projekt Nehemia). So ermutigte Gott uns immer wieder auf unserem Weg mit MAF!

Wenn ihr Fotos von unserer Familie (heute bis 2005 im Rückblick!) sehen wollt, sowie ein paar Fotos von unserem Dienst mit MAF Madagaskar und NEHEMIA generell, schaut doch auf der Seite “Familie Keller” hinein!

Im Folgenden aus Nostalgie noch ein paar Fotos von Patricks ersten Flügen im Tschad. Lange ist’s her – viele Erinnerungen kommen wieder auf… Definitiv eine ganz andere Welt! Für uns irgendwie immer noch vertraut, für die meisten von euch umso fremder:

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